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Heiliger Meinrad

Meinrad (Meginrat) wurde um 800 im Sülichgau (bei Rottenburg) geboren. Seine Eltern brachten ihn zur Ausbildung in die damals berühmte Klosterschule auf der Insel Reichenau. Er zeichnete sich im Studium der Heiligen Schrift aus, wurde mit 25 Jahren Diakon und dann Priester. 823 wählten die Reichenauer Mönche Erlebald zu ihrem Abt. Er war ein Onkel Meinrads und riet diesem wenig später, die Gelübde als Benediktinermönch abzulegen. Im Kloster gab es neben kulturbeflissenen Mönchen eine betont religiöse Richtung. Meinrad führte ein asketisches Leben. Bald sandte Abt Erlebald den eifrigen Mönch als Lehrer in das Klösterchen Babinchova (bei Benken) am Obern Zürichsee. Etwas später wollte Meinrad frei sein für Gott: Er zog als Einsiedler in die Einöde im Wald an Südufer des Zürichsees, nämlich auf den Etzel.

Weil zu viele Ratsuchende den Einsiedler auf dem Etzel in Anspruch nahmen, zog Meinrad um 835 tiefer in den Finstern Wald, damit ihm mehr Zeit für Gott, für das Gebet und die heilige Lesung blieb. Er errichtete seine Einsiedelei am Rand einer kleinen Ebene im Wald. Der Ort war schwer zugänglich und im Winter manchmal bitterkalt. Hier verbrachte Meinrad 26 Jahre. Anfechtungen blieben dem Waldbruder im abgelegenen Hochtal nicht erspart. Er pflegte das Fasten, war gegen jedermann gastfreundlich und beschenkte die Armen. Am 21. Januar 861 suchten der Alemanne Richard und der Rätier Peter den Einsiedler auf. Die beiden vermuteten Schätze bei ihm, die sie ihm rauben wollten. Meinrad bewirtete beide gastfreundlich, gab ihnen aber zu verstehen, dass er sie durchschaute. Darauf erschlugen sie ihn, ergriffen die Flucht, wurden aber von den beiden Raben Meinrads bis nach Zürich verfolgt, dort erkannt, verurteilt und hingerichtet. Abt Waldhar und die Mönche der Reichenau beerdigten den Leichnam auf ihrer Insel und verehrten Meinrad als Heiligen.